Wiktionary:Över Vest Recklinghusen

Allgemeen

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In'n Vest Recklinghusen weerd een süüdwestfäälsche Dialekt sproken.

Schriefwies

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Die Rechtschreibung ist zwar in gewissem Umfang an die hochdeutsche angelehnt, weicht aber auch teilweise von dieser ab. Zudem gibt es im Platt typische Laute und Lautfolgen, die es im Deutsch nicht gibt, so dass einige Zeichen hinzukommen. Hinzu kommt, dass es im Gegensatz zum Deutschen keine verbindliche Rechtschreibregeln gibt, so dass es obendrein Variationen bei den Schreibweisen gibt. Hier hat sich der Bearbeiter an alte Quellen orientiert, alledings sind auch neuere Quellen eingearbeitet worden, welche von der Rechtschreibung her völlig andere Regeln folgen, hinzu kommt das Problem, dass es Dialektvarianten innerhalb des Gebietes gibt, was in Recklinghausen aff ist, ist in Kirchhellen aw. Im folgenden findet man die Schreibung, welche vereinheitlicht ist, aber das Grundproblem an sich ist bisher nicht gelöst, so dass es hier teilweise auch Schreibvarianten neben den örtlichen Varianten gibt. Trotz dieser Schwierigkeiten gibt es aber im folgenden eine Aufstellung, weil egal welche Quelle, in diesen die Schreibweise gleich ist, oder hier schon geringfügige Abweichungen niveliert wurden und die Schreibung daher immer gleich ist, egal welche Quelle zugrunde liegt. Soweit wie bei aff und aw auch lautliche Unterschiede vorliegen, werden beide Varianten angegeben, hier erklärt sich dann die abweichende Rechtschreibung aus der gesprochenen Sprache.

Bei Verben wird inzwischen in einigen Bereichen fast so gut wie immer der Suffix des Infinitivs -en in der gesprochenen Sprache zu -n verkürzt. In der Schriftsprache ist er häufig aber noch -en geschrieben, häufig auch -'n und -n. Von Einheitlichkeit bei der Schreibung kann man da nicht sprechen, wenn man einmal davon absieht, dass bei Worten, wo die Verkürzung von -en auf -n schon vor sehr langer Zeit erfolgt ist, nur noch -n geschrieben wird. Allerdings streiten sich die Geister, ob es nun -'n oder -n geschrieben wird, das macht praktisch jeder Schreiber, wie er es besser findet, sogar bei Wörtern, deren Suffix schon vor Urzeiten zu -n verkürzt wurde, so dass hier regelmäßig alle drei Schreibweisen Berücksichtigung finden, zum einen, weil da keine einheitliche Regel besteht, zum anderen, um die Nutzbarkeit des Wörterbuches zu verbessern, denn sonst hätte man bspw. bei goh'n keine Ausgabe, allerdings wird hier kein Suffix, der schon lange verkürzt ist, wieder zu -enerweitert , also bspw. zu gohen, hier bleibt es bei gohn und goh'n.

X und Y werden als Buchstaben nicht benutzt, sie werden je nach Laut bzw. Lautfolge auch so geschrieben wie gesprochen. Da in vielen Dialekten die vielen grammatikalischen Fachausdrücke fehlen, werden vielfach die international üblichen vom lateinisch abgeleiteten Ausdrücke benutzt, jedoch die Rechtschreibung an die Regeln des jeweiligen Dialekts angepasst: hchdt. Suffix, engl. suffix ist demnach im Vest Suffiks zu schreiben.

Bei ks ist zudem zu beachten, ob der vorherige Vokal lang gesprochen wird, bspw. wie bei nicks IPA(key): /niːks/, dann wird zwischen dem i und dem ks noch ein Dehnungs-c eingefügt, wie es früher in den meisten norddeutschen Dialekten üblich war, bspw. auch bei Becke IPA(key): /ˈbeːke/, vgl. HH-Wandsbek, dass bis zu einer Anordnung der preußischen Behörden, die auf plattdeutsche Belange keine Rücksicht nahmen, Wandsbeck geschrieben wurde, heute würde man nach Sass stattdessen Wandsbeek schreiben, im Vest hat sich allerdings die alte plattdeutsche Rechtschreibung insoweit erhalten. Man findet auch in Westfalen noch in Namen die alte Schreibweise, weshalb Haus Beck in Kirchhellen oder Schermbeck bis heute von Einheimischen teilweise noch mit langem e gesprochen werden und nicht mit kurzem e wie in hchdt. Becken, wo auch noch zudem ein doppelte k gesprochen wird. Allerdings gibt es bei den historischen Namen wegen der lange betriebenen Sprachverdrängung zum Hochdeutsch hin heute vielfach die Tendenz, in Beck als Namensbestandteil das e kurz zu sprechen. (Anm: Soweit dem Autor dieser Zeilen bekannt, wurde das Dehnungs-c allerdings nur vor dem k geschrieben, ansonsten wurde die Dehnung anders dargestellt, bspw. durch ein Dehnungs-e wie in Been, Biel)

Hier im Wörterbuch für den vestischen Dialekt ergibt sich daraus allerdings ein Problem, weil einige Autoren ie statt ïë oder ië schreiben, während andere die letzteren beiden Schreibweisen benutzen, wenn ie als zwei Buchstaben gesprochen werden, beim lang gesprochenen i aber ie schreiben. Dasselbe Problem gibt es auch bei der Kombination ue. Derzeit besteht keine Möglichkeit das Problem zu lösen, da die Aufnahme neuer Wörter aus schriftlichen Quellen erfolgt und niemand, der den Dialekt spricht und so als aktiver Sprecher und Muttersprachler im Einzelfall die beiden Fälle lautlich differenzieren und entsprechend schreiben kann, am Wörterbuch mitarbeitet. Der derzeitige Hauptbearbeiter des vestischen Dialekts ist von Haus aus aber der Dialekt nur bedingt bekannt, so dass er nur teilweise entsprechende Korrekturen der Rechtschreibung vornehmen kann, bspw. Bur zu Buer zu berichtigen, weil die Quelle, in der Bur steht (Stratmann-Träpper) ue für Doppelvokale benutzt, um aber bei Buer zu verhindern, dass u und e gesprochen wird, einfach Bur schreibt, was falsch ist, weil das u lang gesprochen wird.

Die folgende Tabelle ist zwar (noch) unvollständig, zeigt aber typische Abweichungen der Schreibweise vom Hochdeutschen bei Lauten, die es auch im Hochdeutschen gibt.

düütsche
Schriewwies
Vest IPA
x ks IPA(key): /ks/
y ü IPA(key): /ʏ/
aa, ah aa IPA(key): /aː/
eh ee IPA(key): /eː/
uh ue IPA(key): /uː/

Typisch westfälische Laute werden genauso wie auch in vielen anderen westfälischen Dialekten durch Buchstabenkombinationen dargestellt. (Tabelle noch unvollständig, auch wegen des Problems unterschiedlicher Schreibweisen in verschiedenen Quellen)

Kombination IPA
üä IPA(key): /ʏɛ/
üö IPA(key): /ʏɶ/

Grammatik

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Literatur, Internet

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Wörderbäuke

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  • Rottmann, Johannes: Wörterbuch des Kirchhellener Platt - Teil II - Hochdeutsch-Plattdeutsch, Hrsg. Verein für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen, Kirchhellen 1993
  • Stratmann-Täpper, Hedwig, Use Platt van A büs Z, Wörterbuch Kirchhellener Platt, Hochdeutsch-Plattdeutsch, Hrsg. Verein für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen, Kirchhellen 2012
  • StratmannTäpper, Hedwig und Schäper, Hans, , Use Platt van A büs Z, Wörterbuch Kirchhellener Platt, Plattdeutsch-Hochdeutsch, Hrsg. Verein für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen, Kirchhellen 2014
  • Verein für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen (Hrsg.), Plattdütschet Wörterbauk, A-B-C des Kirchhellender Platts, in: Nr. 3 der Schriftenreihe des Vereins für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen, Plattdeutsche Sprichwörter und Redensarten aus Kirchhellen, Kirchhellen, S. 52 ff
  • Verein für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen (Hrsg.), Plattdeutsches Wörterbuch, in: Nr. 4 der Schriftenreihe des Vereins für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen, Plattdeutsche Sprichwörter/ Nachträge, Wörter, Rätsel, Kinderreime, Abzählverse ua, Kirchhellen, S. 24 ff

Grammatikbäuke

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Lährbäuke

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Annere

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Kiek ok bä

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Kategorie:Vest Recklinghusen